Bei den Guttemplern finden Menschen mit Alkoholproblemen seit über 125 Jahren Hilfe und Unterstützung. Dort steht eindeutig der Mensch im Mittelpunkt. Bei KiM – der Kinderabteilung der Guttempler – stehen in der Hauptsache »kleine Menschen« im Mittelpunkt.

Kinder werden seit 1892 mit der gleichen Verantwortung und Aufmerksamkeit wahrgenommen wie Erwachsene auch. Um diese umfangreiche und verantwortungsvolle Aufgabe erfüllen zu können, hat sich im Jahr 2003 KiM gegründet.

Wir wissen, dass Suchtverhalten das erlernte Verhalten ist, den Problemen des Alltags auszuweichen. Gerade auch Kinder müssen lernen, ihre nicht immer positiven Alltagserlebnisse zu meistern und mit ihnen umzugehen.

Zielsetzung für alle KiM-Kindergruppen

Unsere Kindergruppen sollen Kindern Geborgenheit und Sicherheit vermitteln. Positive Erlebnisse in den Gruppen helfen, Erinnerungswerte zu schaffen und zu sammeln.

Was tun KiM-Kindergruppen für die Kinder?

  • Verbesserung des Sozialverhaltens
  • andere akzeptieren zu lernen
  • Toleranz vermitteln
  • Hilfsbereitschaft fördern
  • Fähigkeit zu teilen vermitteln
  • Kontaktfreudigkeit fördern
  • Einsatzfreudigkeit für die Gruppe
  • Diskussionsbereitschaft wecken
  • Lösungswege gemeinsam in der Gruppe finden
  • Eigenverantwortung für Konfliktlösung erfahren

Welche Entwicklungsmöglichkeiten bieten sich für Kinder?

  • Entwicklung einer starken Persönlichkeit
  • Lernen, auf eigene Interessen und Neigungen zu achten
  • Lernen, die eigenen Schwächen und Stärken realistisch einzuschätzen
  • Lernen, sich selbst und seinem Gewissen treu zu sein
  • »Nein« sagen lernen
  • Gruppendruck durchschauen zu lernen
  • Lernen, sich selbst anzunehmen
  • Lernen, Gefühle wahrzunehmen, zu zeigen und zuzulassen
  • Lernen, Probleme zu bewältigen
  • Lernen, ausweichendem Verhalten gegenzusteuern
  • Entwicklung von Phantasie und Kreativität
  • Wecken von Gesundheitsbewusstsein
  • Realistische Zielsetzungsfähigkeit
  • Entwicklung und Festigung eines persönlichen Wertesystems

Welche Möglichkeiten bieten sich für die Kindergruppenbetreuer?

  • Denkanstöße über seine eigene Erziehung und sein persönliches Wertesystem geben
  • Schulung von Problemerkennung und -lösung
  • Wahrnehmung der »guten« Beispielfunktion
  • Bewusstsein über sein verbindliches und konsequentes Handeln
  • Annahme der verschiedensten Biografien der Kinder fördern
  • Erfolgserlebnisse vermitteln
  • Vermittlung von verschiedenen Eindrücken und Erlebnissen
  • Wesen und Wünsche der Kinder ernst zu nehmen
  • Verständnis für die Probleme der Kinder entwickeln

Oft brauchen Kinder Unterstützung in der Umsetzung ihrer Wünsche nach Erlebnissen, zumal oft die persönlichen und aktuellen Lebensbedingungen hier entgegen stehen. Hier brauchen Kinder die Hilfestellung bei der Entwicklung dieser Fähigkeiten.

Eines unserer wichtigsten Erziehungsziele ist die Förderung von Kommunikation und Beziehungsfähigkeit. Durch Kommunikation werden Fähigkeiten gefördert wie

  • kognitive Fähigkeiten
  • Fähigkeiten der Entscheidungsfindung
  • Fähigkeiten der Angstbewältigung
  • Fähigkeiten zur Befriedigung von sozialen Bedürfnissen
  • Fähigkeiten der Verbesserung von persönlichem Verhalten

Hilfestellung bei der Entwicklung dieser Fähigkeiten ist unser wesentlicher Beitrag zur Suchtprävention.

Suchtprävention stellt nicht die Droge in den Mittelpunkt, sondern setzt an den Ursachen für die Suchtentstehung an.

KiM setzt sich ein für …

  • die Bildung von weiteren KiM-Kindergruppen im gesamten Bundesgebiet
  • die Akquise und kontinuierliche Ausbildung neuer KiM-Kindergruppenbetreuer
  • den Erfahrungsaustausch im In- und Ausland
  • die Rechte der Kinder bei den Guttemplern
  • die Rechte der Kinder in der Gesellschaft
  • die Schaffung und Etablierung einer Lobby für Kinder

IOGT International

Guttempler in Deutschland

  • Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl

    Guttemplern geht es darum, dass weniger Menschen in unserem Land durch Alkoholkonsum beeinträchtigt werden. Das bezieht sich vor allen Dingen auf die zehn Prozent der Bevölkerung – also mehr als acht Millionen Menschen –, die allein über 50 % der alkoholischen Getränke konsumieren.

UNICEF: Kinder haben Rechte